PC Spiele

Als in den 1960ern erste Linien und Punkte über damals noch mystisch anmutende Computerbildschirme flimmerten und lediglich vereinzelte Spielernaturen begeisterten, rechnete wohl niemand mit dem wenige Jahrzehnte später folgenden Triumphzug: Aus simplistischen Randgruppen-Spielchen erwuchs eine globale Unterhaltungsbranche mit unzähligen Konsumenten. Das Eintauchen in fremde Welten, der sportliche Wettkampf im heimischen Wohnzimmer, Fiktion zum Mitmachen – die Grundmotivationen blieben stets gleich, das Erscheinungsbild der Produkte aber veränderte sich drastisch. Heutige Vertreter sind weitaus aufwendiger als die Prototypen, die Genres vielfältig. Ein Überblick:

Adventure
Geistige Erquickung durch das Lösen kniffliger Rätsel und das Durchleben filmischer Handlungsstränge machte die Gattung des klassischen Abenteuers lange Zeit zum qualitativen und verkaufstechnischen Prunkstück der PC-Spielebranche. Heute stehen hingegen intuitivere, weniger kopflastige Spielelemente in der Gunst der Spielergemeinde.

Action
Die interaktive Teilnahme an fiktiven Geschichten verlagerte sich daher zunehmend in den Bereich des Actionspiels. Hier zählen vielmehr Reaktion und Geschick des Spielers, wenn er sich mit Hilfe eines vielfältigen Waffenarsenals möglichst effektreich Gegner vom Leibe hält. Speziell die Variante des Ego-Shooters, realitätsnahe Schießspiele aus direktem Blickwinkel des Spielers, erfreut sich größter Popularität.

Rollenspiel
Einen Schritt weiter gehen Rollenspiele, sog. RPGs. Hier vermischen sich Zutaten aus Abenteuer- und Actionspiel vor opulenter Kulisse: Der Spieler durchstreift zumeist monumentale Fantasywelten, interagiert mit zahlreichen Charakteren und besiegt Feinde mittels Geschicklichkeit und zudem strategischer Planung, wachsen und gedeihen die Fähigkeiten des Hauptcharakters doch im Verlauf der Handlung je nach Spielerverhalten.

Strategie
Im Fokus steht ebendieser Planungsaspekt im Strategie-Genre. Zumeist in einem bestimmten Kriegsszenario angesiedelt, ist die Hauptaufgabe das Heranzüchten der eigenen Militär-Ressourcen im Wettlauf mit einem oder mehreren Gegnern.

(Wirtschafts)Simulation
Strategisches Kalkül ist auch in Simulationen erforderlich. In dieser Spielart wird ein gewisses, oftmals wirtschaftliches Szenario aus der realen Welt möglichst detailgetreu nachgebildet. Der Spieler findet sich als Chef eines Unternehmens, Planer einer Siedlung oder gar Gott wieder und soll dem ihm anvertrauten Objekt durch geschicktes Haushalten zu Glanz verhelfen.

In Zeiten stetig steigender Internetkapazitäten verlagert sich das genreübergreifende Spielgeschehen zusehends in Online-Gefilde. Schon heute zieht das Kräftemessen mit menschlichen Gegenspielern aus aller Welt Millionen in seinen Bann. Hier liegt womöglich die Zukunft des Computerspiels – die Grundmotivationen sind indes weiterhin dieselben.